Tatjana Serjan
Aida, äthiopische Sklavin (Sopran)
Tatiana Serjan, in St. Petersburg geboren, begann ihre musikalische Laufbahn mit einem Studium des Hammerklaviers. Sie setzte ihre musikalischen Studien später am St. Petersburger Konservatorium fort (Abschluss mit Auszeichnung). In Italien absolvierte sie zudem eine Gesangsausbildung an der Accademia Delle Voci in Turin unter Franca Mattiucci. Sie gab ihr Debüt 1994 am Opera Studio in St. Petersburg mit La traviata und stand 1996 bei La Bohème (Mimì und Musetta) auf der Bühne. 1997 tourte sie mit Così fan tutte (Fiordiligi) durch Deutschland. Sie sang Lady Macbeth von Mzensk unter Mstislav Rostropovich mit der St. Petersburger Philharmonischen Gesellschaft, in Zazarkalye, Les contes d'Hoffmann (Antonia und Giulietta) und La Bohème (Mimì) in St. Petersburg (2002). Nach ihrem Rollendebüt als Lady Macbeth am Teatro Regio in Turin (2002) sang sie diese Rolle auch in Athen, Palermo, Tokio, am Teatro alla Scala (unter R. Muti), in Ravenna, Madrid, Trieste, Bologna sowie in Dallas, Oviedo und München. Sie gab Un ballo in maschera in Ancona, Trento, Catania und Amsterdam sowie Il trovatore in Bregenz; Hindemiths Sancta Susanna beim Ravenna Festival, in New York, erneut unter R. Muti, am Teatro alla Scala und am Teatro Nacional São Carlos Lissabon. Dort stand sie auch für Das Rheingold auf der Bühne, gab Tosca am Teatro Communale in Bologna, am Teatro Massimo in Palermo sowie bei den Bregenzer Festspielen. Überdies wirkte sie bei Don Giovanni am Teatro Verdi in Trieste mit. Kürzlich gab sie dort auch ihr Rollendebüt als Norma. Sie hatte Auftritte als Solistin in prominenten Kompositionen, beim Abschlusskonzert des Ravenna-Festivals, mit Highlights aus Norma (Bosra unter R. Muti, live übertragen von RAI), Schostakowitschs 14. Symphonie (Teatro São Carlos und Bregenz). Sie sang Verdis Requiem in London (mit dem London Philharmonic unter R. Muti) und in Toulouse. Ihre nächsten Engagements umfassen Il trovatore in Oviedo, Macbeth in Brüssel, Tosca an der deutschen Oper Berlin, Un ballo in maschera in Minorca, I due Foscari in Parma sowie Macbeth in München.
1) Sie haben sowohl in Der Troubadour 2005 als auch Tosca 2007 und 2008 bereits auf der Seebühne gesungen, diesmal werden Sie als Aida zu sehen sein. Was gefällt Ihnen an Bregenz so gut, dass Sie so gerne zurückkommen?
Bregenz ist einfach ein wunderschöner Ort – und außerdem ist es gar nicht so einfach, auf der Seebühne zu singen, was ich sehr interessant finde. Jede Aufführung ist anders, die Organisation ist immer perfekt und wir können hier mit Vergnügen und ohne Probleme arbeiten.
2) Wenn Sie nicht Sängerin geworden wären, was dann?
Ich wäre wahrscheinlich Gärtnerin geworden!
3) Haben Sie eine Lieblingsrolle? Und wenn ja, welche und warum?
Nein, ich habe keine Lieblingsrolle.
4) Was befindet sich auf ihrer IPod-Lieblings-Playliste?
Ich besitze keinen IPod.
5) Was ist ihre „Geheimwaffe“ bei Lampenfieber vor einer Vorstellung?
Ich habe keine Geheimwaffe.
6) Gibt es irgendetwas Spezielles, das Sie immer mithaben, ganz egal, wohin Sie reisen?
Ja, ich habe immer meine italienische Espressomaschine mit!
7) Was vermissen Sie am meisten wenn Sie unterwegs sind?
Meine Familie, meine Freunde – und den Himmel von St. Petersburg.


