23. Juli bis 25. August 2014

Wolfgang Fritz

Akustik

Seit 25 Jahren ist Prof. Wolfgang Fritz Cheftonmeister der Wiener Staatsoper. Er hat am Radiotechnischen Institut des TGM studiert, wurde danach zuerst Assistent des Tonmeisters der Wiener Volksoper und bereits kurz darauf Tonmeister. Als Lorin Maazel Anfang der achtziger Jahre die Direktion der Wiener Staatsoper übernahm und neue Anforderungen an die Tonregie stellte, berief Bundestheater-Generalsekretär Robert Jungbluth Ing. Wolfgang Fritz ins Haus am Ring, wo er seither in allen akustischen Fragen oberste Instanz ist. Seit 1969 zeichnet Prof. Fritz bei den Bregenzer Festspielen für die Akustik verantwortlich und ist seit 1993 auch Sound Designer der Seefestspiele Mörbisch (wo seither die von den Bregenzer Festspielen mitentwickelten Geräte – Matrix, Richtungsmischer – im Einsatz sind). Er gilt als der eigentliche Erfinder des sogenannten "Richtungshörens", eines akustischen Standards, der von Österreich aus die Welt eroberte. 1998 gelang ihm ein erster großer Erfolg mit Turandot in der Verbotenen Stadt in Peking unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, wo er die Grundzüge des Beschallungssystems, des Richtungshörens und der Raumsimulation einsetzte, welche von amerikanischen Fachleuten als sensationell für Oper bei Open Air bezeichnet wurden. Eine besondere Auszeichnung erhielten die Akustik-Abteilung der Festspiele und Prof. Fritz im Frühjahr 2006: BOA (Bregenz Open Acoustics), das Seebühnen-Soundsystem, das seit dem Sommer 2005 ein weltweit einzigartiges Klangerlebnis unter freiem Himmel bietet, wird mit dem deutschen Bühnenpreis Opus in der Kategorie "Sound Design" ausgezeichnet. Die neuartige akustische Raumsimulation für die Bregenzer Seebühne wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau und der Lawo AG in Rastatt entwickelt.