17. Juli bis 18. August 2013

Orchesterkonzerte

Vorwort

Das erste Konzert der Wiener Symphoniker am 22. Juli ist Teil des André-Tchaikowsky-Wochenendes, im Rahmen dessen wir neben einem Symposium zu seinem Leben und Werk auch seine sechs wichtigsten Kompositionen präsentieren. Tchaikowsky war selbst ein legendärer Pianist – es liegt daher nahe, dass er zum Schöpfer des „anderen“ Tchaikowsky-Klavierkonzerts werden sollte, uraufgeführt von Radu Lupu, in Bregenz gespielt von Maciej Grzybowski, der seit langem als Spezialist für Tchaikowskys Musik gilt. Zu hören ist außerdem Rachmaninoffs zweite Symphonie.

Das Programm der weiteren Konzerte ist eine bewusste Retrospektive auf einige der wichtigsten Komponisten, die die Bregenzer Festspiele in den vergangenen zehn Jahren präsentiert haben. Allen voran natürlich Mieczysław Weinberg, die wohl wichtigste Bregenzer Entdeckung dieser Ära. Seine fünfte Symphonie zeigt am 29. Juli, dass sie mit Recht neben anderen berühmten fünften Symphonien steht – und natürlich auch neben Beethovens neunter Symphonie, die an diesem Abend ebenfalls gespielt wird.

Für das dritte Konzert kehrt Sir Mark Elder nach seinem triumphalen Besuch mit dem Hallé Orchestra nach Bregenz zurück. Auf dem Programm steht Benjamin Brittens packende und sehr ungewöhnliche Kantate Our Hunting Fathers mit einem wirklich wunderschönen Text von W. H. Auden sowie Antonín Dvořáks achte Symphonie.

Im Konzert des Symphonieorchesters Vorarlberg legen wir den Focus dann wieder auf Weinberg: Zu hören ist sein Violinkonzert, gespielt von Ilya Gringolts. In diesem letzten Konzert meiner Intendanz möchte ich außerdem meinem Vorgänger mit einer symbolischen Geste der Kontinuität programmatisch die Hand reichen, und zwar mit der vierten Symphonie jenes Mannes, der auch die Opern Die griechische Passion und Julietta komponiert hat: Bohuslav Martinů. 

David Pountney Intendant