Pressestimmen
Spiel auf dem See
Financial Times Deutschland
Trotz der Seebühne mit ihren mehr als 6000 Plätzen haben sich die Bregenzer Festspiele durch ihre Risikobereitschaft eine Reputation geschaffen, mit der es kein anderes Festival im Wettbewerb um ein Massenpublikum aufnehmen kann.
Kurier, Wien
Wenn Opern-Air dann bitte so. Nicht wenige Besucher der Bregenzer Festspiele dürften diesen oder einen ähnlichen Gedanken haben. Denn am Bodensee zählt erstens die künstlerische Qualität und ist zweitens die wohl großartigste Akustikanlage für Freilichtaufführungen zu bestaunen.
Münchner Merkur
BOA, ausgeschrieben „Bregenz Open Acoustics“, ist das, wogegen der Dolby-Surround- oder THXSound unserer Kinopaläste wie Opas Telefunken-Anlage wummern. Erstmals ist auf der Seebühne der Klang genauso spektakulär wie die Szene.
Die Welt, Berlin
Es ist das Allerhöchste. In 55 Metern Höhe über dem Bodensee schweben und gleiten ein Sopran/Tenor-Opernmenschenpaar in einer Barke an einem Baukran hängend, bis zum letzten Seufzer, sich singend von den irdischen Tränentälern verabschiedend in ein imaginäres ägyptisches Totenreich. Ein solches Aida-Ende gibt es nicht in Verona und auch nicht vor den Pyramiden – und schon gar nicht in einem gewöhnlichen Opernhaus. Man fragt nicht, man staunt, wird von der Wucht der live und gigantoman sich zusammensetzenden Opernbildern bezaubert und überwältigt.
ZDF Heute, Mainz
Ein spektakuläres Bühnenbild für Aida. (...) Ein Augen und Ohrenschmaus zugleich. (...) Eine Wüstenoper am Bodensee – nichts ist unmöglich in Bregenz. Verdis Liebesgeschichte – hier wird sie zur Wasseroper. Egal ob Tänzer, Solisten oder Statisten – selten war die Herausforderung auf der Seebühne an Mensch und Material so groß wie in diesem Jahr.
Frankfurter Allgmeine Zeitung
Vick und Brown unterstreichen mit ihrem Verzicht auf jede sinnentleerte äußerliche Opulenz, dass Verdis Aida das eindringlichste Antikriegsstück des gesamten Musiktheaterrepertoires sein kann. (...) Das eigentliche Schlusstableau, die zu Füßen der zerbrochenen Freiheitsstatue um Frieden flehende Amneris, entlässt einen tief nachdenklich.
Südkurier, Konstanz
Die neue Aida ist keine Kopfgeburt des Regietheaters, sondern genau das, was so eine Seebühne braucht: eine große Show. Doch das Bemerkenswerte der Produktion liegt gerade darin, dass sie ein Regiekonzept mit den Mitteln des Spektakels in Szene zu setzen weiß.
Basler Zeitung
So viel Technik und Spektakel wie bei der neuen Bregenzer Aida war in der Oper wohl noch nie. Doch sie stehen im Dienst einer kritischen Interpretation des Stücks. Die Inszenierung nutzt die Möglichkeiten der Bühne und der Technik maximal und bezieht den See stark mit ein. Das gesellschaftliche Umfeld der tragischen Liebesgeschichte wird konsequent mitinszeniert.
Die Presse, Wien
Monumental, spektakulär, effektvoll – so muss Oper am Bodensee einfach aussehen. (...) Ein starkes Bild: das Ideal der Freiheit als historisch gebundener und doch überzeitlicher, stets aber bröckelnder, gefährdeter und auch bewusst verratener Traum. So ist es nur konsequent, wenn die gefangenen Äthiopier mit Säcken über den Köpfen und in orangefarbener Sträflingskleidung Bilder aus Guantanamo Bay wach rufen.
The Sunday Telegraph, London
Apart from being one of the most spectacular shows I’ve seen, Graham Vick’s production has a probing side too: few opera directors take their social responsibilities more seriously. But then the Bregenz Festival, under the artistic direction of another distinguished Brit, David Pountney, is about much more than mass entertainment.



