Martin Winkler
Sartorius, Forscher (Bass)
Im Juni 2003 gab Martin Winkler an der Komischen Oper Berlin einen fulminanten Einstand in der Titelpartie von G. Ligetis Le Grand Macabre. Geboren in Bregenz studierte der Bass-Bariton Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Walter Berry. Gastengagements führten ihn an die Oper Lyon, wo er in der Partie des Mad King von Peter Maxwell Davis zu sehen war. Weiters sang er an der Staatsoper in Prag den Vater in Hänsel und Gretel, und wurde nach Japan eingeladen, um Kaspar im Freischütz zu singen. An der Volksoper Wien gab er Kothner in Wagners Meistersinger. Festengagements führten Ihn nach Schleswig-Holstein, an das Staatstheater Schwerin und die Komische Oper Berlin. Bei den Bregenzer Festspielen war er bereits in David Pountney´s Maskerade zu hören und gab in dieser Produktion auch sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden. Es folgten weiter Engagements bei den Bregenzer Festspielen, bspw. in Tosca von Philipp Himmelmann. Seit 2009 hat er seine künstlerische Heimat in Wien gefunden. Als Ensemblemitglied der Volksoper Wien konnte er unter anderem als Dr. Bartolo, Gefängnisdirektor Frank und Gianni Schicci Erfolge feiern. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören auch Operetten- und Buffopartien wie Don Magnifico in Rossinis Cenerentola, Bartolo im Barbier von Sevilla und die Titelpartie in Sweeney Todd von S. Sondheim, in denen er sein sängerdarstellerisches Können unter Beweis stellt.
Martin Koch
Snaut, Forscher (Tenor)
Martin Koch hat sich in den letzen Jahren einen Namen als vielseitiger Tenor gemacht. Nach seinem Studium an der Musikhochschule in Köln, Abteilung Aachen, bei Prof. J. Protschka und Prof. P.-C. Runge sammelte er erste Bühnenerfahrung als Mitglied des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein. Nach verschiedenen Engagements in Oldenburg, Kassel und Pforzheim kehrte er 2006 als festes Ensemblemitglied an die Rheinoper zurück, seit Beginn der Saison 2009/10 ist Martin Koch Mitglied im Ensemble der Kölner Oper, wo ihm im September 2010 auf der Gastspielreise nach Shanghai mit dem Ring des Nibelungen ein gefeiertes Rollendebüt als Mime in Richard Wagners Oper Siegfried gelang. Gastengagements führen ihn u. a. regelmäßig nach Bremen, Hamburg und an die Bayerische Staatsoper München. In dieser Spielzeit kann man ihn in Köln u.a. als Tanzmeister (Ariadne auf Naxos), Boni (Die Csardasfürstin) und David (Die Meistersinger von Nürnberg) erleben. In den vergangenen Jahren war er unter anderem als David (Die Meistersinger), Andres (Wozzeck), Monostatos (Die Zauberflöte) und Goro (Madama Butterfly) zu hören. Auch als Konzertsänger ist Martin Koch international tätig und kann auf vielfältige Aufnahmen mit einem Repertoire von Monteverdi bis Kagel verweisen.
Kirill Karabits
Dirigent
2011/12 ist bereits die dritte Saison für Kirill Karabits als Chefdirigent des Bournemouth Symphony Orchestra, eine Position die er auch noch bis 2015/16 füllen wird. Die erste gemeinsame CD, mit Musik von Rodion Shchedrin, wurde im April 2010 von Naxos veröffentlicht. Im August 2011 trat Karabits zum zweiten Mal mit diesem Orchester bei den BBC Proms auf, kurz nach Auftritten bei den Brighton, Lichfield und Cheltenham Festivals. Unter seinen Engagements in der vergangenen Saison waren Auftritte in der Royal Festival Hall mit dem Royal Philharmonic Orchester, Bath Mozartfest mit dem London Philharmonic Orchester sowie Konzerte mit dem Konzerthausorchester Berlin und dem Niederländischen Philharmonischen Orchester im Concertgebouw in Amsterdam. Neben seinen Erfolgen als Konzertdirigent hat sich Kirill Karabits auch als Operndirigent einen Namen gemacht. In der laufenden Saison dirigierte er an der Den Norske Opera, dem Bolshoi Theatre sowie der bekannten Glyndebourne Festival Opera, wo er bereits 2008 mit Eugen Onegin zu hören war. Im Herbst 2010 debütierte er an der English National Opera mit Rufus Norris’ Produktion von Don Giovanni. Kürzlich dirigierte er Janaček’s Die Ausflüge des Herrn Brouček am Grand Théâtre de Genève, Un Ballo in Maschera an der Opéra National du Rhin, Idomeneo und Zemlinskys Eine florentinische Tragödie für die Opéra National de Lorraine, Pique Dame mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, und Schostakovitschs Paradies Moskau an der Opera National de Lyon. Kirill Karabits studierte Dirigat und Komposition an der Lysenko Music School und der National Tchaikovsky Music Academy in Kiev mit Roman Kofman, und an der Wiener Hochschule für Musik mit Uroš Lajovic. Er fungierte als Erster Gastdirigent beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg und Associate Conductor sowohl vom Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Budapest Festival Orchestra.
Welcome back to Bregenz!
Video-Serie Künstlereingang Folge 1
Die Künstler sind zurück am Bodensee - und mit Ihnen der Künstlereingang! In dieser Woche haben die Proben für die Wiederaufnahme von André Chénier auf der Seebühne begonnen. Wir haben die "Heimkehrer" an den Bodensee befragt, ob sie sich freuen, wieder in Bregenz zu sein, was sie vergangenes Jahr so alles erlebt haben und was sie sich für den kommenden Festspielsommer wünschen.
Immer freitags: kleine Szenen abseits der großen Bühnen
Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele per Video ihre streng gehüteten Pforten. Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken, die für die Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Mitarbeiter, Künstler und Partner des Festivals erzählen in rund drei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse innerhalb und außerhalb des Rampenlichts.
In unserem Videoarchiv stehen jeweils ab Freitagnachmittag die Videos zum Ansehen bereit.
Christian Drescher
Der Abt, ein Dichter (Tenor)
Christian Drescher stand schon als Erster Sopransolist der Wiener Sängerknaben auf den Bühnen der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien. Nach dem mit Auszeichnung absolvierten Studium an der Wiener Musikhochschule (Oper, Lied & Oratorium) folgten Auftritte in Bad Reichenhall und Baden.
Im Jahr 2000 gab Christian Drescher sein Volksoperndebüt als Schneck in Der Vogelhändler. Seit der Saison 2002/2003 ist der Tenor Ensemblemitglied der Volksoper Wien und wirkte in zahlreichen Produktionen mit, wie z.B. Sascha (Anatevka), Erster Priester (Il Prigioniero), Simias (Der König Kandaules), Graf Negresco (Die Herzogin von Chicago), Wenzel (Die verkaufte Braut), Farbenspiel & Vojta (Die Ausflüge des Herrn Broucek), Balthasar Zorn (Die Meistersinger von Nürnberg), Ottokar (Der Zigeunerbaron), Basilio & Don Curzio (Die Hochzeit des Figaro), Hans (Der Evangeliman), 1.Strolch (Die Kluge), Nando (Tiefland), Gastone (La Traviata), Monostatos & 2. Priester (Die Zauberflöte), Alfred (Die Fledermaus), Pang (Turandot), Ferdinand (Kehraus um St. Stephan), Scarramuccio (Ariadne auf Naxos), Truffaldino (Die Liebe zu den drei Orangen), 2.Jude (Salome), Hering (Der Mantel), Gherardo (Gianni Schicchi).
2005 wirkte er in Turin bei einem Gastspiel der Volksoper (Die lustige Witwe) mit und im vergangenen Jahr bei einer konzertanten Aufführung von Salome im Concertgebow (Amsterdam) als 2. Jude. Sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen gab er 2008 in der Produktion Kehraus um St. Stephan (Koproduktion mit der Volksoper Wien) in der Rolle des Ferdinand.
María José Siri
Maddalena di Coigny (Sopran)
María José Siri wurde in Uruguay geboren, hat aber inzwischen die italienische Staatsbürgerschaft angenommen. 2008 sang sie die Rolle der Leonora (Il trovatore) am Teatro Carlo Felice di Genova. Im gleichen Jahr debütierte sie als Mimì (La Bohème) an der Semperoper und in Verdis Missa di Requiem mit den Berliner Philharmonikern. Des Weiteren debütierte sie als Aida an der Staatsoper Stuttgart, in der Titelrolle in La Traviata in St. Margarethen, als Lucrezia (I due Foscari) am Teatro alla Scala und sang die Aida in Franco Zeffirellis Produktion am Teatro Massimo di Palermo.
2012 singt sie die Tosca am Teatro Regio di Torino, Tatiana (Eugen Onegin) und Madama Butterfly an der Staatsoper unter den Linden, Mimì (La Bohème) am Teatro del Liceu und in San Carlo di Napoli, Leonora (La Forza del Destino) in Köln und Leonora (La forza del destino) in Bologna. Außerdem feiert sie regelmäßig Erfolge in Rollen wie Nedda (I Pagliacci), Sifare (Mitridate, Re di Ponte) und Tosca.
In naher Zukunft wird die Sopranistin als Suor Angelica an der Königlichen Oper Kopenhagen, als Tatiana (Eugen Onegin) am Teatro Regio di Torino, als Madama Butterfly an der Opera Hedeland, Aida in Köln, Tosca in Stuttgart und Desdemona (Otello) in Santiago zu hören sein.
Zoran Todorovich
André Chénier (Tenor)
Zoran Todorovich zählt zu den gefragtesten Tenören seines Fachs. Nach Studien in Belgrad, Frankfurt und München begann er seine Karriere mit Engagements am Landestheater Detmold und der Staatsoper Hannover. Seine Aufsehen erregenden Debüts an der Hamburgischen Staatsoper und der Wiener Staatsoper ebneten ihm schnell den Weg zu einer regen internationalen Gastspieltätigkeit.
Seither ist Zoran Todorovich auf zahlreichen bedeutenden Bühnen zu hören gewesen.
Jüngste Engagements umfassen Cavaradossi in Tel Aviv (unter Zubin Mehta), München, Dresden, Berlin und bei den Bregenzer Festspielen, Pollione in Norma in San Francisco, Berlin und Brüssel, Don Alvaro (La Forza del Destino) in Brüssel, Macerata und an der Bastille Paris, Manrico (Il Trovatore) am Royal Opera House in Londeon und in Genf, Turiddu (Cavalleria Rusticana) in Amsterdam, Palermo und Savonlinna, Dick Johnson (La Fanciulla del West) in Amsterdam, Palermo und Zürich, Calaf in Antwerpen, Pinkerton in München, Tel Aviv und Tokio, Don José (Carmen) in Dresden, Tokio, Toulouse und Düsseldorf, Don Carlo in Dresden, Jean (Hérodiade) in Antwerpen, Luigi (Il Tabarro) in Helsinki, André Chénier in Marseille und Genf, Pagliacci in Düsseldorf, Francesca da Rimini in Monte Carlo, sowie sein Rollendebüt als Lohengrin in Palermo.
Zukünftige Projekte sind La Fanciulla del West in Monte Carlo, La Forza del Destino am Liceu in Barcelona, Cavalleria Rusticana und Pagliacci in Zürich, Parsifal in Antwerpen und Aida in Marseille.
Tatiana Serjan
Maddalena di Coigny (Sopran)
Die Sopranistin machte ihren Abschluss am Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg und war bereits als Studentin als Violetta (La traviata), Musetta (La bohème) und Fiordiligi (Così fan tutte) am Opernstudio St. Petersburg zu hören.
Ihr Italien-Debüt gab sie 2002 am Teatro Regio in Turin als Lady Macbeth und hat diese Rolle seitdem in Athen, Palermo, Ravenna, Madrid, Triest, Bologna, Dallas, Oviedo, München und einer Japan-Tour unter Maestro Muti gesungen. Außerdem sang sie Amelia (Un ballo in maschera) in Ancona, Catania und Amsterdam; Hindemiths Sancta Susanna beim Ravenna Festival, in New York, Lissabon und Mailand; Tosca in Bologna und Palermo; Leonora (Il trovatore) in Triest und Genf; die Titelrolle in Norma in Triest, Lucrezia (I due Foscari) in Parma, Tosca in Berlin, Lida in Verdis La battaglia di Legnano und Macbeth bei den Salzburger Festspielen unter R. Muti.
Auch Konzertsängerin feiert die Sopranistin regelmäßig Erfolge, so u.a. beim Ravenna Festival mit Ausschnitten aus der Oper Norma und Verdis Missa da Requiem in London beides unter der Leitung von Riccardo Muti. Zukünftige Engagements führen Tatiana Serjan mit den Opern Attila und Norma nach Rom, Tosca und Macbeth nach Berlin und München, Un ballo in maschera nach Zürich, I due Foscari nach Toulouse sowie Tosca und Nabucco an die Lyric Opera of Chicago.
In Bregenz war Tatiana Serjan bereits in Il trovatore, Tosca und Aida in Hauptrollen zu erleben.
Rudolf Rosen
Roucher (Bariton)
Der Schweizer Rudolf Rosen trat nach Abschluss seiner Gesangsausbildung als Preisträger mehrerer Wettbewerbe hervor (u.a. 1997 CIEM-Genève, 1998 47. Internationaler Musikwettbewerb der ARD und 1999 Belvedere Gesangswettbewerb in Wien).
Seine Tätigkeit als Konzert- und Liedsänger führte ihn seitdem in viele Konzertsäle Europas. So hat Rudolf Rosen u.a. unter der Leitung von namhaften Dirigenten wie Frieder Bernius, Herbert Blomstedt, Michel Corboz, Christoph Eschenbach, Daniele Gatti, Michael Gielen, Hartmut Haenchen, Heinz Holliger, René Jacobs, Neeme Järvi, Dimitrij Kitajenko, John Nelson, Helmuth Rilling, Pinchas Steinberg und Lothar Zagrosek gesungen.
Im Opernfach debütierte der Künstler 2002 am Staatstheater Stuttgart als Titelheld in der Neuproduktion von Don Giovanni (Regie: Hans Neuenfels). Es folgten die Rolle des Nardo in La finta giardiniera und 2004 Papageno in der Neuproduktion der Zauberflöte (Regie: Peter Konwitschny). In seine Zeit als Ensemblemitglied in Stuttgart fallen auch das Debüt als Conte Almaviva in Le nozze di Figaro und Herzog Blaubart (Philharmonie Köln, Semperoper Dresden, Münchner Philharmonie).
Er sang Silvio in Pagliacci und Guglielmo in Così fan tutte am New National Theatre (Tokyo), Conte Almaviva in Le nozze di Figaro in Paris am Théâtre des Champs-Elysées und an der Opéra National de Lyon, Ottokar in Der Freischütz am Grand Théâtre de Genève, Tierbändiger/Athlet in Lulu in Peter Steins Produktion an der Mailänder Scala und bei den Wiener Festwochen.
Adina Nitescu
Maddalena di Coigny (Sopran)
Adina Nitescu studierte in Bukarest bei Georgeta Stoleriu und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper München, wo sie bei Josef Loibl Unterricht nahm. Anfang der 90er Jahre gewann sie zahlreiche Gesangswettbewerbe, darunter u.a. den Belvedere-Wettbewerb in Wien, den Pavarotti-Wettbewerb in Philadelphia und weitere Auszeichnungen wie den Internationalen Medienpreis. 1993/94 war sie an die Oper Leipzig engagiert, debütierte 1995 an der Mailänder Scala, 1996 als Marguerite in Gounods Faust an der Deutschen Oper Berlin, 1997 als Manon Lescaut in Puccinis gleichnamiger Oper beim Glyndebourne Festival (Sir John Eliot Gardiner) und 1999 als Micaëla in Bizets Carmen in Amsterdam.
Seit vielen Jahren ist Adina Nitescu eine der meistgefragten Interpretinnen der Titelrollen von Puccinis Opern Madame Butterfly und Manon Lescaut. Große Erfolge feierte sie auch als Tosca an der Pariser Opéra National de la Bastille, unter Zubin Mehta in Florenz, in Tokyo, Philadelphia und Düsseldorf. 2010 debütiere sie in Adriana Lecouvreur in Florenz. Den Auftakt zur Spielzeit 2011/12 machte André Chénier in Genf, im Anschluss war sie Madama Butterfly (Seiji Ozawa) in Tokyo. Weitere Engagements der Spielzeit sind, unter anderen, Tosca in Seoul und André Chénier bei den Bregenzer Festspielen.
Zu ihrem Repertoire gehören außerdem Rollen wie Nedda in Leoncavallos Pagliacci, Mimi in La Bohème und Donna Elvira (Don Giovanni), eine Rolle die sie zuletzt an der Metropolitan Opera New York sang.
