18. Juli bis 18. August 2012
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Semper Dowland, semper dolens = Dauermelancholie


Semper Dowland
Semper Dowland & The Corridor
(Foto: Malcolm Watson)
Manchmal möchte man ins Theater gehen und richtig weinen. Der Theaterabend soll romantisch, melancholisch, einfach traurig sein.  Am 31. Juli und 1. August geht dieser Wunsch auf der Werkstattbühne in Bregenz in Erfüllung.

Vor einem Monat hatten zwei neue Opern des genialen Britischen Komponisten Sir Harrison Birtwistle Uraufführung. Nun kommt der Doppelabend nach Bregenz. Das erste Stück, Semper Dowland, semper dolens ist eine Bearbeitung der „Lachrimae oder Sieben Tränen“ des Elisabethaner John Dowland. „Mark Padmore gibt den Lautenliedern den richtigen sehnsuchtsvollen Ton …“ schrieb die Süddeutsche Zeitung. „Squeezing the bitter-sweetness out of every note“ hieß  es im Londoner Telegraph.

Nach der Pause geht es noch melancholischer weiter: In The Corridor erzählt Birtwistle die Geschichte von Orpheus und Euridice neu – und zwar ab dem Moment, in dem Orpheus sich umdreht. „Warum hat Orpheus das getan?“ und  „Wollte Euridice wirklich wieder ins Leben gebracht werden?“ Diesen Fragen wird in dem 45-minütigen Stück nachgegangen. „Stunning“ schrieb die London Times über Elizabeth Atherton’s Darstellung und Gesang.

Der Abend lohnt sich – wenn man genügend Taschentücher in der Handtasche hat!

Am 1. August kann man vor der Oper noch ein weiteres Wunderwerk von Harrison Birtwistle erleben: Pulse Shadows mit der Stimmkünstlerin Salome Kammer um 19.30 Uhr im Seestudio. Das Stadler Quartett und das österreichische Ensemble für Neue Musik unter Johannes Kalitzke werden gemeinsam musizieren.

Ihr
KAZ-Team


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