20. Juli bis 21. August 2011

Kunst aus der Zeit

Musiktheater

Anaesthesia

Foto: Antonella Travascio

Anaesthesia

Foto: Antonella Travascio

Anaesthesia

Foto: Antonella Travascio

Im Mittelpunkt dieser Reihe zeitgenössischer Formen stehen zwei neue Werke des Musiktheaters. Zunächst präsentieren wir zwei neue Werke von Harrison Birtwistle kurz nach der Uraufführung in Aldeburgh. Vor der Vorstellung am 1. August kann man im Seestudio des Festspielhauses ein Konzert mit seinen Pulse Shadows erleben.


Semper Dowland & The Corridor (ÖEA) von Sir Harrison Birtwistle

Semper Dowland - Theatre of Melancholy
The Corridor - A scena for soprano, tenor and six instruments, Libretto : David Harsent
Koproduktion mit dem Aldeburgh Festival und dem Southbank Centre London, mit freundlicher Unterstützung der -London Sinfonietta

Seit fünfzig Jahren schreibt der Komponist Harrison Birtwistle Musiktheater, das Zuschauer auf der ganze Welt fesselt und verblüfft. The Corridor beginnt in dem Moment, in dem Orpheus sich nach Euridyke umdreht und sie für immer verliert. Birtwistle erzählt den Teil der Geschichte, den wir nie hören: wie Euridyke in die Hölle zurückkehrt. Über sein neues Werk erzählt der Komponist: „Es ist die Überhöhung eines einzigen Moments, Kammertheater wie virtuose Nahaufnahme - wobei die Musiker und Sänger in Aktion sind.“

Semper Dowland, semper dolens ist Teil eines der schönsten Werke des Komponisten John Dowland, der sich selbst als „stets melancholisch“ bezeichnete. Birtwistle wird Dowlands Sieben Tränen und die Leidenschaftlichen Pavanes mit anderen Lieder Dowlands bearbeiten. Dieser neue Doppelabend kommt kurz nach der Uraufführung in Großbritannien nach Bregenz.

Musikalische Leitung: Ryan Wigglesworth, Inszenierung: Peter Gill, Bühne und Kostüme: Alison Chitty, Licht: Paul Pyant, Video- und Projektionsdesigner: Lorna Heavey, Assistenz Inszenierung: Rachel Lopez de la Nieta, Mit: Elizabeth Atherton, Mark Padmore und Mitglieder der London Sinfonietta

Einführungsgespräch jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn


Werkstattbühne

31. Juli – 20.00 Uhr
1. August – 21.00 Uhr
Euro 26


Anaesthesia (ÖEA)

Ein Pasticcio zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel
Eine Produktion von -Nico and the Navigators & -Franui, den Händelfestspielen Halle mit dem neuen Theater Halle und Kunst aus der Zeit

Koproduktion mit dem -Grand Théâtre Luxembourg und den Festwochen Herrenhausen. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, aus Mitteln des Landes Berlin und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Mit Anaesthesia kehren die österreichische -Musicbanda Franui und das -Berliner Ensemble Nico and the Navigators nach Bregenz zurück. Für ihr neuestes Projekt erfinden Regisseurin Nicola Hümpel und die Sänger, Tänzer, Schauspieler und Musiker eine Art musikalische Flussfahrt entlang verschiedener Bilder- und Denklandschaften, die sie kreuzen, durchqueren und skizzieren. Die Musicbanda Franui begegnet Georg Friedrich Händel mit ihrem eigenwilligen, sofort wiedererkennbaren Klang. Die Musik bedient sich der Technik des Pasticcios – ein Modell, von dem Händel als Londoner Opernunternehmer mehrfach selbst Gebrauch gemacht hat: Hits aus Erfolgsstücken – Opern und Oratorien - werden zu einem neuen Stück zusammengebastelt.

"Im Zusammenspiel mit den drei Gesangssolisten und dem Musikensemble begeben sich sechs Charaktere unterschiedlicher kultureller Herkunft auf die Suche nach der emotionalen Kraft musikalischer Glücksmomente und deren metaphysischen Abgründen und stellen dabei die Frage: "Wie viel Vergangenheit ist noch Wirklichkeit?"

Regie & Konzept: Nicola Hümpel, Komposition & Konzept: Markus Kraler, Andreas Schett, Bühnenbild: Oliver Proske , Licht: Arnaud Poumarat, Kostüm: Frauke Ritter, Ton: Mattef Kuhlmey, Mit: Filippo Andreatta, Theresa Dlouhy, Adrian Gillott, Yui Kawaguchi, Clemens Koelbl, Sylvie Merck, Patric Schott, Alberto Spagone, Terry Wey und Franui

Einführungsgespräch 19.30 Uhr


Werkstattbühne

12., 13. August – 20.00 Uhr
Euro 26