Spiel auf dem Schnee
André Chénier - am Busen verschneiter Musen
Licht und Feuer, eisige Kälte und eine beeindruckende Naturkulisse: Am letzten Januarwochenende gastieren die Bregenzer Festspiele bereits zum achten Mal im idyllischen Wintersportort Lech am Arlberg.
Monate bevor Umberto Giordanos packende Oper rund um den Dichter André Chénier, zugleich historische Figur der französischen Revolution und tragischer Opernheld, im Juli 2011 auf der Bregenzer Seebühne erstmals Premiere feiert, werden die berührenden Melodien dieses atemberaubenden Werks in der kristallklaren Winternacht der Lecher Bergwelt erklingen.
In der beeindruckenden Naturkulisse des Schlosskopfplatzes, eingebettet zwischen Fluss, tief verschneitem Wald und hohen Bergen, liegt die einzigartige Bühnenskulptur aus Eis und Schnee, die den Hintergrund bildet für eine Darbietung aus Licht, Feuer und tragischer Leidenschaft. Hier, am Busen verschneiter Musen, entspinnt sich das schreckliche Schicksal des leidenschaftlichen Dichters André Chénier und seiner adligen Geliebten Maddalena di Coigny. Dritter im Bunde und gleichzeitig Widersacher Chéniers ist der ehemalige Diener Carlo Gérard, inzwischen mächtiger Rädelsführer der revolutionären Schreckensherrschaft. Hintergrund der Geschichte ist die französische Revolution – zu einer Zeit, als der revolutionäre Traum von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit längst dem Schrecken der grausamen Jakobinerherrschaft gewichen war.
Spiel auf dem Schnee erstmals live im Internet
Aber nicht nur die Gäste in Lech am Arlberg kommen in diesem Jahr in den Genuss eiskalter Arien: Erstmals wird das Spiel auf dem Schnee am Donnerstag, 27. Januar 2011 ab 18.15 Uhr auch im Internet übertragen. In unserem Videoportal kann man diesmal Oper bei Minusgraden auch zu Hause am Bildschirm im warmen Wohnzimmer mitverfolgen. Die Live-Übertragung erfolgt in Zusammenarbeit mit der CTS EVENTIM AG, nach eigenen Angaben Europas Marktführer im Ticketing.
Festspielkünstler im Schnee statt am See
Es singen die drei Seebühnenkünstler Karine Babajanyan (Maddalena di Coigny), Hector Sandoval (André Chénier) und John Lundgren (Carlo Gérard). Die beiden letzteren sind in diesen Rollen auch im Sommer auf der Bregenzer Seebühne zu erleben, während Karine Babajanyan zuletzt im vergangenen Jahr am Bodensee die äthiopische Prinzessin Aida verkörpert hat.
Eiskalte Opernhighlights seit 2004
Seit 2004 präsentieren die Bregenzer Festspiele alljährlich in Lech am Arlberg eiskalte Opernhighlights unter freiem Himmel. In den vergangenen sieben Wintern gastierten Festspielkünstler mit den schönsten Arien und Melodien aus Seebühnen-Erfolgsproduktionen wie West Side Story, La Bohème, Tosca und Aida. Bei bis zu 25 Grad unter Null haben sie im Zentrum von Lech jedes Jahr jeweils mehrere tausend Besucher begeistert.
27. und 30. Januar 2011 - 18.15 Uhr (Lech am Arlberg, Schloßkopfplatz, Eintritt frei)
Viva Verdi - Arienzauber in den Alpen
Aida - Liebestod in Lech am Arlberg
Video der Veranstaltung "Puccini on Ice 2008"
Video vom Spiel auf dem Schnee 2006
| Solisten | Karine Babajanyan (Maddalena), Hector Sandoval (André Chénier), John Lundgren (Carlo Gérard) |
| Konzept und Bühnenbild |
Florian Kradolfer |
| Regie |
Eike Ecker |
| Licht | Markus Holdermann |
| Ton | Gernot Gögele |
| Produktionsleitung | Philipp Köppl |
| Bühne | Toni Pellegrino, Thomas Koch, Lech-Zürs Tourismus, Bregenzer Festspiele |






