18. Juli bis 18. August 2012

Aida

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Tosca 2007/08

Giacomo Puccini

Der Troubadour 2005/06

Giuseppe Verdi

Ein Maskenball 1999/00
Giuseppe Verdi

Nabucco 1993/94

Giuseppe Verdi

Libretto von Antonio Ghislanzoni
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am 22. Juli 2009 - 21.15 Uhr, Seebühne

Sie ist eines der meistgespielten Werke der Opernliteratur, die Geschichte einer legendären Liebe bis in den Tod und eine sehr moderne Parabel über Kriegslust, Nationalismus und Feindeshass: Giuseppe Verdis monumentale Oper Aida wird in den Sommern 2009 und 2010 erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu sehen sein. Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum und ist seitdem zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.

Verdi hatte Aida von Anfang an als eine Oper der Superlative konzipiert, die alle Elemente dieser Gattung perfekt in sich vereint: Prunkvolle Chorszenen und mitreißende Marschrhythmen, lyrische Naturschilderungen, prächtige Arien und romantische Duette stehen harmonisch nebeneinander, in ihrer Wirkung noch vertieft durch das exotische Kolorit der Musik. Der bekannte Triumphmarsch mit seinen schmetternden Fanfaren und prächtigen Chören markiert musikalisch wie szenisch einen der Höhepunkte der „Großen Italienischen Oper“.

Lebendig eingemauert als Strafe für ihre Liebe und seinen Verrat – so enden die schöne Aida und der stolze Radames. Ein Tod, wie er erbarmungsloser nicht sein könnte, und doch ein Ende erfüllt von Klängen, die das grausame Schicksal, das die beiden erwar tet, nicht ahnen lassen. Denn genau diesem Moment erhebt sich der Schlussgesang „O terra addio, addio valle di pianti“ – „Leb wohl, o Erde, o du Tal der Tränen“ – so zart, so rein, so lichterfüllt und strahlend, als könne nichts und niemand dieser Liebe etwas anhaben. Der gemeinsame Tod trägt Aida und Radames hinfort, ein letztes Mal vereint in ewiger Umarmung.


Verdi und die Seebühne

„Dass ich mich entschlossen habe, mit Aida wieder eine Oper von Giuseppe Verdi auf die Seebühne zu bringen, kommt natürlich nicht von ungefähr. Sie ist einfach ein grandioser Ort für all das, was dieser Komponist am besten beherrschte: große Leidenschaften und tragische Konflikte in mitreißende Musik zu verwandeln.“ David Pountney, Intendant

Mit David Pountneys packender, begeistert aufgenommener Inszenierung von Giuseppe Verdis Nabucco in den Sommern 1993 und 1994 begründeten die Bregenzer Festspiele eine einzigartige Serie von Aufführungen dieses Komponisten auf der Seebühne. Spätestens seit das Bild des Maskenballs mit seinem im Buch des Lebens blätternden Skelett 1999 um die Welt ging, war klar, dass die Bregenzer Seebühne und Giuseppe Verdi perfekt zueinanderpassen.

Das Spiel auf dem See ist wie geschaffen für das Werk des berühmten Italieners: Mit ihren großen Chören, feierlichen Massenszenen und dramatischen Duetten scheinen Verdis Opern schon immer dieser großen Bühne und ihrem imposanten Bühnenbild zugedacht gewesen zu sein.

Erstmals ist nun Aida als Spiel auf dem See zu sehen. Dass die Seebühne am Wasser und nicht in der Wüste steht, stört David Pountney dabei nicht im Geringsten: „Es ist das erste Mal in der Festspielgeschichte, dass diese großartige ‚Wüstenoper‘ ans Bodenseeufer versetzt wird – und natürlich ist das eine sehr große Herausforderung. Wir denken aber, dass wir eine äußerst spannende Umsetzung gefunden haben.“